Düsseldorf. Die Gestaltung desunterschiedlichsten Materials in kunstvolle Formen war fürDetlef Krebs schon in jungen Jahren kein Problem. Zu beginn des XXI.Jahrhunderts gehört er nun zu den großen Begabungen derKünstler-Gilde in Europa. Er ist ein "Bildhauer der Kraft undder Symbolik" sagte der französische Schriftsteller RogerPeyrefitte schon 1991 beim Anblick von Arbeiten des damals35-jährigen Mannes.
Geboren wurde Detlef Krebs 1956 inDüsseldorf. Mit 21. Jahren begann er das Studium für Kunstund Design and er Fachhochschulen Köln und Düsseldorf. AlsStipendiat ging er schließlich zeitweise nach London und in dieKulturstadt Paris. Diesen Erfahrungen schloss sich ein längererAufenthalt in New York an.
"Die Zeit des Wanderns und des Suchens hat michletztlich in dem bestärkt, was ich innerlich in mir getragenhabe", sagt der Künstler. Sein Thema sind das Sein und derMensch im Kampf des Lebens und im Überleben. In seinen Arbeitenaus Marmor, Stein und Bronze versteht es Krebs, realistischeBeobachtungen mit subjektiven Empfindungen zu verbinden.
"Als Mensch mit offenem Blick bewegt michnatürlich auch die sozial- und umweltpolitische Entwicklung ineiner Welt, in der sich die Menschen immer näher rücken",erzählt Krebs. Diese Wachsamkeit motivierte ihn zu Skulpturenwie "Artensterben" (The Dying of Species). Ist es ein Mensch oder einTier? - Das ist die frage beim Anblick dieser Skulptur ausMuschelkalk.
Art-verwandt in Material und Technik sindfrühe Arbeiten wie "Totem". Zum Material Marmor greift Krebsschließlich bei seinen Abstraktionen "Der Zwiespalt" und"Unknown Dimension". Die Brücke zur Bronzeskulptur fand Krebsschließlich durch die kombinierte Verarbeitung von Stein undMetall. So ist beispielsweise die Arbeit "Invasion" einnachdenkliches Objekt aus Marmor und Blei.
Die Kunst, klassisches Denken mit Abstraktion undklaren Formen zu verbinden, präsentiert uns Krebs in der Arbeit"Wotan". Aus Diabasstein und Bronze gestaltete er ein Kultobjekt, dasAnforderungen der Ästhetik und Symbolik gerecht wird.
Auch Porträts in seinemWerk
Zu seinem gegenständlichen Schaffengehören auch Porträts. Vom kindlichen Antlitz bis zuBüsten von Zeitgenossen hat Krebs das Gesicht des Menscheninteressiert. Und mehr noch: er blickt dahinter. Dann wird esschaurig, wie etwa der Entwurf zu einem Denkmal für Gefallene.Ein Totenkopf mit Helm thront auf einem Turm aus Schädeln. "Essoll erschüttern und mahnen", erklärt Krebs zu diesemModell.
Krebs hat sich auch als ein konstruktiverKünstler seiner Region erwiesen. Er griff Themen auf, die mitder Tradition im Rheinland verbunden sind. Und in die Vorzeitrömischer Besiedlungen von Köln, Bonn und Aachen geht derKünstler, wenn er mit einem kleinen Kopf des Wikingers an einenoch frühere Bevölkerung im nördlichen Europaerinnert.
Beim Stand seines Schaffens in Detlef Krebs nochkeiner neuen Künstlergruppe zuzuordnen. Wichtige Grundlagen desGestalters sind sein großes handwerkliches Können und diekraftvolle Begabung mit der Transformation der Materie.
Hinzu kommt die Weltoffenheit und eineuropäisches Denken. Beides passt nach seiner Ansicht zusammen,ohne die Identität der eigenen Herkunft, der Heimat, aufgeben zumüssen. "Meine künstlerische Heimat ist vor allem imBereich des Schönen und Positiven", sagt Krebs. Griechenland,als Wiege der uns prägenden Kultur ist dabei gar nichtauszuschließen." Und in dieser Haltung geht er immer und immerwieder an gestalterisches Schaffen. Für Krebs gilt auch dieEhrlichkeit in der Kunst. "Nie etwas tun, was ich nicht will", istseine Devise. Und es gilt auch: "Nie bereuen, was man alsKünstler getan hat."
Haendelstrasse 12 -Germany
Arbeiten von Detlef Krebs befinden sich unteranderen in den Sammlungen des:
Kunst-Museums Nörvenich, 52388Nörvenich, Germany
The Museum of European Art, Clarence, New York(USA)
Stadt Düsseldorf
The European Art Foundation, Berlin
Katalog:
Detlef Krebs - Skulpturen und Objekte
35 Seiten, mit Preisliste verkäuflicherWerke
Price: $ 10 including postage.